Buddhistisches Stadt-Zentrum Hamburg
Liebe · Kraft · Weisheit

Dialogkultur

Brücken bauen

Seit 2014 bieten wir mit der Aus- und Fortbildung zur Dialogprozess-Begleitung eine vertiefte und systematische Qualifizierung an.

Dialogische Redekreise schaffen allein schon durch ihre Form des Kreises ein gleichwertiges Miteinander - alle Blicke treffen sich auf gleicher Höhe. Die Wurzeln des Kreises in Gemeinschaften sind Jahrtausende alt und in vielen indigenen Kuluren noch immer eine erprobte Gesprächsform, in der es möglich wird, zuzuhören, gehört und verstanden zu werden.

In einem Gespräch, sei es zu zweit oder in der Großgruppe, auf einige der "dialogischen Achtsamkeiten" zu achten, sie zu üben und zu vertiefen, bringt immer wieder das überraschende Entdecken der eigenen, inneren Haltungen, Interpretationen und Bewertungen mit sich, die im Alltag, von uns unbemerkt, mitschwingen und unsere Gespräche beeinflussen. Hier eine Bewusstheit zu erlangen ist ein erster Schritt, im privaten wie auch beruflichen Kontext zu neuen kreativen und konstruktiven Gesprächen zu finden.

Vom 6. bis 8. Dezember 2019 findet erneut der Grundlagenkurs "Einführung in den Dialog nach David Bohm" mit Benno Kapelari statt.

Freitag, 6.12.19 15:00 - 19:00 Uhr

Samstag, 7.12.19, 09.00 - 19:00 Uhr
Sonntag, 8.12.19, 09.00 - 13.00 Uhr

Seminarinhalte

"Der Dialogkreis ist die entspannte, vorbereitete Umgebung für das Lernen Erwachsener", so beschrieb Mauricio Wild (Gründer des "Pesta" - einer nichtdirektiven Schule in Equador) den Dialogkreis.

Die Achtsamkeiten und die Struktur des Zusammenkommens in Redekreisen schaffen ein Containment, in dem zunächst einmal Entspannund möglich wird. Nicht Scheinen sondern Sein keimt und wächst in dieser Form des Redens und der Begegnung. Martin Buber, einer der Väter des Dialogs in seiner modernen Form, unterscheidet zwischen der Vergegnung und der Begegnung im Gespräch von einem ICH mit einem DU.

An diesem Wochenende liegt das Augenmerk auf dem Entdecken und Vertiefen der Haltungen und Achtsamkeiten, die dialogisches Reden im Sinne des Dialogprozesses nähren und ermöglichen.

Wir werden Zeit in Redekreisen verschiedenster Qualität, in Momenten gemeinsamer Achtsamkeit und im Erkunden dialogischer Haltungen verbringen. Ein wesentliches Element dieses Seminars wird auch der Transfer und die Einbindung in den persönlichen Alltag sein.

Begleitung

Benno Kapelari

Lebens- und Sozialberater, Ausbildungsleiter für Dialogprozessbegleitung und Lebens- und Sozialberatung, Trainer in der Erwachsenenbildung, Supervisor, Seminarleiter in den Bereichen Dialog, Montessori, Schul- und Gemeinschaftsgründungen, VS-Lehrer und Montessoripädagoge. www.ich-du-wir.at

Anmeldung

Per E-Mail an ed.grubmah-murtnez-tdats-sehcsitsihddub@oreub

Kosten und Zahlungsweise

250 Euro / ermäßigt 200 Euro

Nach Erhalt der Bestätigung wird der Teilnahmebeitrag überwiesen.

Bei Abmeldung bis 21 Tage vor Kursbeginn werden 30 Euro Bearbeitungsgebühr berechnet, danach 100 Euro Ausfallgebühr.

 

Dialogische Gesprächsgruppe

Ergänzend zu unseren Matineen möchten wir einen regelmäßigen Gesprächsraum zur Verfügung stellen, in dem wir uns den anstehenden gesellschaftlichen Themen mit Achtsamkeit und Mitgefühl zuwenden können. Es ist uns wichtig, mit der Methode des Dialogs eine Gesprächskultur zu entwickeln, in der wir uns angstfrei mit den emotionalen Aspekten unserer Fragen beschäftigen können, um eine Verbindung von Bewusstseinsarbeit und gesellschaftlicher Teilhabe herzustellen. Eingeladen sind alle am Dialog Interessierten.

Begleitung durch I. Schenk und B. Gauer, ausgebildete und geübte Dialogbegleiterinnen und langjährige Schülerinnen von Dr. Sylvia Kolk.

Termine:
Jeden 1. Freitag im Monat: 1.2., 1.3., 5.4.*, 3.5., 7.6., 5.7.2019 jeweils von 19 – 21 Uhr

Dieser Termin findet im Buddha-Raum (1. Innenhof) statt.

Ort:
Dhamma-Raum, 2. Innenhof

Kosten:
Spende für unser Zentrum

Anmeldung:
Die Termine können einzeln ohne Anmeldung wahrgenommen werden.

Dialogkultur

Schon in der Gründungsphase des Zentrumsrats als dem Beratungs- und Entscheidungsgremium des Buddhistischen Stadt-Zentrums Hamburg im Frühjahr 2011 regte die spirituelle Leiterin Sylvia Kolk an, in dieser Gruppe die Kommunikationsweise des Dialogs nach David Bohm zu praktizieren.

Ihre Vision war eine allmähliche Veränderung der Kommunikation im Buddhistischen Stadt-Zentrum, vom Zentrumsrat ausgehend, in allen Gruppen und Veranstaltungen. Indem der Zentrumsrat sich bewusst in seinen Debatten und Gesprächen auf die edle Rede des Buddhismus und die Haltungen des Dialogs nach Bohm bezöge, sollten diese Qualitäten in den Stadt-Praxis-Gruppen ebenso geübt werden wie bei Abendveranstaltungen, wenn es dort zum Austausch kommt. Eine gut gegründete Dialogkultur sollte auf diese Weise im Zentrum lebendig werden, wobei Sylvia Kolk annahm, dass die Kommunikationsform des Dialogs sich in einer größeren Gruppe etablieren kann, auch wenn nicht alle Gruppenmitglieder den Dialog bereits systematisch erlernt und geübt hatten.

Im Zentrumsrat vermittelte Sylvia Kolk in komprimierter Form die Basisannahmen und die 10 Grundregeln für das dialogische Miteinander-Denken und die Gruppe der Zentrumsrätinnen bemühte sich fortan, bei den Sitzungen in dieser Weise zu kommunizieren. Bis zu einem gewissen Grad gelang das auch, zumal es Schnittmengen mit der bereits vertrauten buddhistischen Praxis der edlen Rede gibt.

Doch im Laufe der Zeit wurde deutlich, dass es zur Verankerung des Dialogs im Buddhistischen Stadt-Zentrum einer vertieften und systematischen Qualifizierung bedarf. So organisierte Sylvia Kolk eine 12-tägige Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung, an der zwischen Oktober 2014 und Juni 2015 25 Personen teilnahmen.

In unterschiedlichen Formaten ist der Dialog seither fester Bestandteil in den Gruppen und Veranstaltungen des Zentrums und die Vision einer lebendigen Dialogkultur so im Prozess ihrer Realisierung. Regelmäßig finden Aus. und Fortbildungen zur Dialogprozess-Begleitung statt, ganz aktuell im Dezember 2019.

Buddhistisches Stadt-Zentrum Hamburg e.V.
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22765 Hamburg / Ottensen
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